Ad multos annos! Ad multos annos!

 


Rebecca Alpert
Jim Biechler
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John Sahadat
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Ingrid Shafer
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Catherine Berry Stidsen



 


 

Reinhard Kirste

Leonard Swidler: Von Begegnung zu Begegnung

Die erste Begegnung mit Len war in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts, als wir ein Heft machten: "Gemeinsam vor Gott. Weltreligionen im Gespräch". Dieses Heft erschien in der Reihe Iserlohner Con-Texte (ICT), wo besonders Lehrer Unterrichtsbeispiele zeigen und andere zum interreligiösen Lernen ermutigen.

Weil wir in einem Newsletter für (deutsche) Lehrer den "Dialog Dekolog" von einem gewissen Leonard Swidler, Professor für katholische Theologie an der Temple Universität in Philadelphia fanden, wollten wir mehr wissen. Als ein deutscher Pfarrer, der in der Zwischenzeit schon John Hick entdeckt hatte (obwohl deutsche Theologen nicht viel englisch sprechende Theologen lesen ...), war ich neugierig: Wer ist dieser Leonrad Swidler? Weiterhin entdeckte ich, dass er der Herausgeber des Journal of Ecumenical Studies (JES) ist und abonnierte JES. Ich fand auch heraus, dass Len mit Hans Küng in der Vorbereitung einer Erklärung zum Weltethos zusammen arbeitete, die dann revidiert vom Weltparlament der Religionen 1993 in Chicago akzeptiert wurde, in dem man sich an das erste Treffen 1893 erinnerte.

Als Karin, meine Frau, und ich seine Werke und Artikel lasen, beschlossen wir, ihn direkt an seinem Arbeitsplatz zu besuchen. Während einer Reise entlang der Ostküste der USA im Jahre 1996 lernten wir zum ersten Mal Lens offene Einstellung und sein dialogisches Leben kennen.

Von diesem Punkt an war es nicht schwierig, ihn als Berater im Wissenschaftlichen Beirat unserer Buchreihe Religionen im Gespräch (RIG) und als Mitglied von INTR°A (= Interreligiöse Arbeitsstelle) zu gewinnen. Wir luden ihn auch zu einer interreligiösen Konferenz nach Iserlohn (Westfalen) ein, wo INTR°A auch in der Nähe angesiedelt ist.

Es ist ermutigend, Len als Freund in unserer interreligiösen Arbeit hier in Deutschland zu haben, und wir hoffen, dass seine wissenschaftliche und spirituelle Kraft weitergehen möge, auch wenn er nun das Alter des "Weisen Mannes" hat.

Ich will hinzufügen, dass ich auch tief von den Konsequenzen seiner dialogischen Arbeit im politischen Engagement - besonders in Osteuropa und (Ex-) Jugoslawien -- beeindruckt bin, dort auch zusammen mit seiner Frau Arlene. Deshalb denke ich, dass die Balkan-PietB des Holzbildhauers Mile Prerad (der aus einem serbischen Dorf ganz in der Nähe von Banja Luka an der Grenze zu Bosnien stammt) ein Zeichen der Verbindung sein kann, das Menschen verschiedener Glaubensweisen auf der ganzen Welt zusammenbringen kann. Mile Prerad wird diese Madonna im Herbst 2004 von seinem Atelier in Norddeutschland an die alte Grenze zwischen Serbien und Bosnien bringen, wo die Kaiserin Maria Theresia (18. Jahrhundert) eine Kapelle baute. Wenn Miles Madonna ihren endgültigen Standpunkt erreicht hat wird sie den Fluss überblicken und auf der anderen Uferseite ein Minarett sehen, so dass diese Kapelle auch eine Landmarke der Versöhnung zwischen Ost und West sein kann.

Bild der PietB

(Übrigens erhielt Mile Prerad im Jahre 2000 den INTR°A-Projektpreis für Komplementarität der Religionen in Weimar für seine Arbeit als Künstler, der Frieden zwischen Bosniaken und Serben zu machen versucht).

Darum senden wir nun unsere herzlichen Gratulationswünsche an Len -- im Sinne dieser religiösen Versöhnung -- zusammen mit unserem INTR°A-Symbol, das zeigt, dass alle Religionen genug Raum füreinander bieten, und dass ein interreligiöses Arrangement nicht nur für eine Welt von anwachsenden instrumentalisierten Konflikten bedeutsam ist, sondern auch so, dass dieses Zeichen auch als eine Ermutigung angesehen werden kann, um den interreligiösen Dialog und das interkulturelle Leben an den Orten voranzutreiben, wo wir leben. So können wir als erstem Schritt in unserer Nachbarschaft beginnen. Viele unserer Dörfer und Städte sind ein Mikrokosmos einer globalisierten Welt geworden, wo die verschiedenen Religionen eine Rolle der Harmonie und Versöhnung spielen können, sofern die verschiedenen Leute dazu willens sind und bereit sind, ihre oft sinnlosen Gräben zu überbrücken.

Dr. Reinhard Kirste (coordinator)
Interreligiöse Arbeitsstelle (INTR°A)
Institute of Interreligious Studies
Internet: www.interrel.de

 

 

  Webpage Editor: Ingrid H. Shafer, Ph.D.
e-mail address: ihs@ionet.net
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